Casa Batlló im Barcelona-Lexikon

Eine Legende besagt, dass der heilige Sankt Georg in Palästina den Märtyrertod starb, als er er die Stadt Silena in Lybia vor einem Drachen rettete, der diese mit seinem Atem versuchte zu vergiften. Georg soll einem Zeichen des Kreuzes sein Schwert erhoben haben und erschlug damit den Drachen. Antoni Gaudí liebte Drachen und so kam ihm diese Legend ganz recht und er konnte diese verwirklichen. Mit dem Casa Batlló, welches im Stadtteil Eixample liegt, ist es ihm auch gelungen. Das Dach ist wie der Rücken eines Drachen geformt und mit großen glänzenden Schuppen versehen. Diese Schuppen bestehen aus Keramikziegeln und glasierten Kacheln, welche im Sonnenlicht leuchten, was den Eindruck eines lebendigen Drachen noch verstärkt. Links am Casa Batlló entdeckt man einen Turm mit einem Kreuz. Betrachtet man die Lüftungsschächte und Schornsteine, wieder eine Eigenart von Gaudí, erinnern diese doch wage an Wächter des Hauses. In den Fensteröffnungen zieren kleine Säulen, die der Form von Knochen ähneln. Typisch für die Epoche der Modernisme, dem katalanischen Jugendstil, ist die Verwendung von natürlichen Elementen. So erinnern die Balkone an die Wellen des Meeres. Und auch die Fassade selbst lässt beim Betrachten an eine Blumenwiese denken, denn sie ist voll mit Blumen übersät.

Das Casa Batlló wurde nicht neu errichtet, sonder es wurde ein altes Gebäude nach den Wünschen Gaudís umgebaut. Der Auftraggeber hierfür war der Industrielle Josep Batlló. Gebaut wurde es von 1904 bis 1906. Das Casa Batlló wurde 2005 in die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

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