Kathedrale im Barcelona-Lexikon

Eines der schönsten gotischen Bauwerke in Barcelona ist wohl die Kathedrale. Zu finden ist sie im Stadtteil Barri Gótic auf dem Pla de la Seu. Vor der Kathedrale befindet sich ein Vorplatz auf dem jedes Wochenende Sardana getanzt wird. Dies ist ein Kreistanz der Katalanen und findet meist Samstagabend oder Sonntag morgen statt. Außer diesem Tanz ist auch die Besichtigung der Kathedrale sicher lohnenswert. Nicht nur bei Tag ein Augenschmaus, auch bei Nacht erstrahlt sie im stimmungsvollem Licht. Gebaut wurde diese imposante Kathedrale im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten einer alten Basilika, die von den Mauren 985 zerstört wurde. In der Zeit von 1298 und 1448 wurde erst das Kirchenschiff fertig gestellt. Der Bau der gotischen Fassade wurde erst 1890 beendet. In der Kirche befinden sich 29 Seitenkapellen. In einer befindet sich auch das angeblich wundertätige Kruzifix. Dieses soll bei der Seeschlacht gegen die Türken in Lepanto geholfen haben, diese zu besiegen. Die Kirche ist 25 Meter hoch und 83 Meter lang. Die Kathedrale wurde der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin von Barcelona geweiht. Sie wurde in der römischen Zeit zu Tode gefoltert. Ihr Leichnam liegt unter dem Hochaltar in der Kirche begraben. Geehrt wird sie immer am 12. Februar. Bei der Besichtigung der Kathedrale sollte man sich unbedingt den Kreuzgang näher anschauen. Er beherbergt nicht nur die kleinen Kapellen, sondern auch Gärten, Brunnen und auch Gänse laufen herum, die man schon vorher an ihrem Geschnatter erkennt. Früher wurden die Gänse als Alarmanlage eingesetzt, denn sie warnten mit ihrem lauten Geschnatter vor Dieben und Eindringlingen. Zum Schluss kann man noch ein kleines Museum im Kreuzgang besuchen. Kurz gesagt: Es lohnt sich ein Besuch in der Kathedrale in Barcelona.


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