Kunst im Barcelona-Lexikon

Wer einmal in Barcelona ist und dazu noch Kunstliebhaber, der sollte sich mal mit den Künstlern in Spanien befassen. Einer der bedeutendsten Künstler Spaniens ist Antoni Tàpies. Er wurde im Jahr 1923 in Barcelona geboren und lebte auch dort. Anfang der 40er-Jahre studierte er Jura. Dieses Studium hat er jedoch nie beendet, da er lieber autodidaktisch seine künstlerischen Fähigkeiten entwickeln bzw. aneignen wollte. Begonnen hatte er mit Portaits im Stil von van Gogh oder Picasso. Doch nach einigen Jahren wandte sich sein Stil und er befasste sich mehr mit der abstrakten Malerei, in der er auch seinen eigenen Stil entwickelte. Bei seinen Bildern trug er viel Farbe und andere Materialien dick auf und kratzte sie anschließend wieder zum Teil ab. Durch diese Technik vom Auf – und Abtragen der Farbe erinnern seine Oberflächen wie uralte Mauern. Aber auch andere Künstler haben Antoni Tàpies beeinflusst. Darunter zählen Miro, Klee und Ernst. So kam es, dass einige seiner Werke auch dem Surrealismus zugeordnet wurden. Durch die Hilfe eines Stipendiums hatte er die Möglichkeit nach Paris zu reisen und lernte hier die „informelle Malerei“ kennen. Diese Malerei kennzeichnet sich darin aus, dass hier die künstlerischen Mittel auf das Wesentliche beschränkt werden. Antoni Tàpies suchte sich für seine Arbeiten oft auch religiöse Elemente aus und verarbeitet sie in seinen Bildern. Im Jahr 1984 gründete er in Barcelona eine eigene Stiftung die sogenannte Fundació Antoni Tàpies. Wer die Kunstwerke des Künstlers betrachten und auch bewundern möchte, sollte bei seinem Besuch in Barcelona unbedingt die Fundació Antoni Tàpies besichtigen, denn nicht nur die Werke von Antoni kann man dort besichtigen, sondern auch die von Miro.



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