Palau Güell im Barcelona-Lexikon

Eines der früheren Werke von Antoni Gaudi ist der Palau Güell in Barcelona. Im schönen Stadtteil Raval, nur wenige Meter vom Rambla entfernt, steht das Bauwerk. Betrachtet man die Außenfassade, erinnert es an einen venezianischen Palast. Hierbei sind die beiden großen ovalen Tore an der Vorderseite sehr auffällig. Durch diese konnte man mit Kutschen direkt in die Pferdeställe fahren. Gäste gingen dann über Treppen in die oberen Geschosse. Der Eingang des Palau Güell wird von einem großen Vorbau überdacht. Der Bau wurde 1888 fertig gestellt. Der Auftraggeber für dieses Bauwerk war Mäzen Eusebi Güell. Es wurde geplant, dass das Palau Güell ein Mehrzweckbau werden sollte, mit Wohnungen, Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen.

Es standen dazu gerade mal 18x22 Meter zur Verfügung. Gaudi lösste das Platzmangelproblem auf geniale Weise. Das Erdgeschoss wurde als von Säulen getragene Empfangshalle gebaut, in der auch Stallungen untergebracht waren. Ebenfalls bestand die Möglichkeit direkt mit den Kutschen hinein zufahren, aus zusteigen und dann die Treppen nach oben zu benutzen. Das erste Obergeschoss beinhaltet einen zentralen Saal mit einer Orgel und um das Treppenhaus herum befinden sich die Wohnräume. Das Gebäude kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen, Alleingänge sind nicht gestattet. Die Führungen gibt es in den Sprachen Spanisch, Katalanisch und Englisch. Im Jahr 1984 wurde der Palau Güell auf die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO gesetzt. Auch hier lohnt sich ein Besuch, denn diese wunderbare Bauweise von Antoni Gaudi ist für jeden Betrachter ein Genuss für die Sinne!

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